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29. Juli 2009

Staatliche Eingriffe nach Keynes – der Preis für die Stabilisierung der Wirtschaft ist die Inflation

Ich werde zum richtigen Fan von Thomas Strobl. Hier mal meine Beiträge mit den Tags “Thomas Strobl“. Der Feuilletonist Thomas Strobl schreibt das FAZ-Blog „Chaos as usual” und nimmt aktuelle Themen auf. Vorgestern erschien sein jüngster Beitrag mit dem Titel “Keynes hatte recht (und Minsky auch)” und der hat es gleich in sich.

Wer jetzt zu wenig VWL im Studium hatte, hier noch mal zum Auffrischen:

Keynesianismus unter http://de.wikipedia.org/wiki/Keynesianismus

John Maynard Keynes unter http://de.wikipedia.org/wiki/John_Maynard_Keynes

Die wichtigste Aussage, auch in den Kommentaren zu finden, ist, dass der Preis für die Stabilisierung der Wirtschaft die Inflation ist. Während wir im Jahr zwei der Wirtschaftskrise einen riesigen Respekt vor der Deflation hatten, kehren die staatlichen Konjunkturstützungsprogramme die Sorgen um und richten das Augenmerk auf die Inflation. Beides ist verheerend für ein zartes Pflänzchen namens Konjunkturerholung. Allerdings nur sehr schwer auszubalancieren.

Während John Maynard Keynes aber von Thesen ausgegangen ist, die heute durch soziale Sicherungssysteme, wie z. B. Hartz IV, oder staatliche Programme, wie z. B. Kurzarbeit, ihre Wirkung konsumfördernd und nicht deflationsfördernd entfalten lassen, gibt es genügend und ausreichend Hoffnung, durch die Konjunkturklimaaussichten eine Belebung zu erreichen, die ein Durchschlagen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt obsolet werden lässt. Die große Furcht der Banken vor Kreditausfällen führt derzeit zu einer Kredit- oder Kapitalklemme. Daraus folgt eine Produktionslücke, die durch geringeres Bruttosozialprodukt Begehrlichkeiten weckt zu Personaleinsparungen überzugehen. Solche Tendenzen fördern eine Geldentwertung.

Ich bin sicher, dass die Vergleiche zu den Theorien Keynes’ von 1930 deutlich hinken. Was sagen denn Volkswirtschaftler dazu?

Marcus Reif

12. Juni 2009

Erstes Gebot: Du sollst nicht pöbeln

Was Thomas Strobl – hatte ihm schon mal gehuldigt wg. seines Weblog-Beitrags - heute in der F.A.Z. schreibt, ist nicht nur sehr direkt, sondern ziemlich einleuchtend und gut geschrieben. Es geht um den aktuellen Koalitionszwist zwischen SPD und CDU/CSU über den Umgang mit Arcandor. Aber lest selbst unter: du sollst nicht pöbeln!

10. März 2009

Wie hieß noch mal das große Konjunkturprogramm nach der “Great Depression”?

Ja, genau – 2. Weltkrieg! Habe mir auch erst mal verwundert die Augen gerieben, als ich den Beitrag im Weblog auf FAZ.NET gelesen habe. Der Feuilletonist Thomas Strobl schreibt das FAZ-Blog „Chaos as usual”. Dort ist heute zu lesen: Konjunkturprogramm Weltkrieg? Ein guter Beitrag, den man lesen muss! Insbesondere nicht mittendrin aufhören und anderen erzählen, ein Weltkrieg müsste her und ob die geschätzte Kanzlerin Merkel nicht mal schnell in Kenia einmarschieren sollte. Am Ende kommt der Philosoph Strobl zur alles entscheidenden Quintessenz:

Nietzsche bezeichnete den Krieg, wie eingangs erwähnt, als „unentbehrlich” für die nationale Revitalisierung – Ich bin zwar ein großer Fan von Nietzsche, aber in diesem Punkt halte ich es dann doch lieber mit Krugman.

Was dann letzten Endes doch heißen mag, dass Krugmans implizite Botschaft an die Politik lautet: habt die Einsicht, dass ihr JETZT handeln müsst.

Ob noch mehr Abwrackprämie – 420.000 Autokaufverträge sind bereits geschlossen, summa summarum sind also schon 70 % der Fördermittel weg, die eigentlich bis Jahresende halten sollten -, ob Abwrackprämie auf Mobiltelefone, Kühlschränke, Couchgarnituren oder Notebooks. Das widerspricht zwar John Maynard Keynes, aber wie schnell schmeißt man konservative Ideale über Bord, wenn ein Weltkrieg droht ;-)

Mich erfreut heute der DAX: 3.886,98 Punkte bei einem Plus von 5,28 %. Alles wird gut!

Marcus Reif