7. September 2010

Wie wirbt man als Polizei für einen Dienst mit Beamtenlaufbahn? Natürlich auf den Streifenwagen, logisch. Auf dem Bild am Heck des Streifenwagens zu sehen: “Nachwuchskräfte gesucht” mit einem Link zu einer Karriere-Internetseite.
Der Link führt zu www.ihre-einstellung-interessiert-uns.de
Hat die Polizei in Rheinland-Pfalz gut gemacht.
Beste Grüße
Marcus Reif
27. Juli 2010
Christian Hagedorn, der Geschäftsführer der Westpress Werbeagentur, hat mir freundlicherweise ein Exposé über den Medialeistungstest zur Verfügung gestellt. Ich hatte in einem Blog-Beitrag “StepStone ist Marktführer bei Stellenbörsen, titelt Welt.de” bereits darüber kurz geschrieben. Aber gehen wir in medias res:
Die Westpress Werbeagentur hat mit dem Medialeistungstest 2010 Print und Online (kurz: MLT) in Kooperation mit maßgeblichen Verlagen und Online-Jobbörsen eine unabhängige Studie durchgeführt, die in ganz Deutschland einzigartig ist. Der MLT vergleicht Print- sowie Online-Medien und trifft eine fundierte Aussage über die quantitative und qualitative Leistungsfähigkeit der Medien hinsichtlich der Generierung von Bewerbungen durch die Schaltung von professionell gestalteten Stellenanzeigen.
Das dreistufige Bewertungssystem zur Kategorisierung der eingegangenen Bewerbungen hinsichtlich der Eignung für die jeweilige Position bzw. das Berufsbild liefert die Grundlage für objektive Rückschlüsse auf die Wirksamkeit der Medienwahl.
Zudem klärt der Test, inwiefern Spezialisten bei der Medienauswahl im Online- und Printbereich nötig sind und über welche Medien sich die passenden Kandidaten bei möglichst geringem Zeit- und Budgetaufwand finden lassen. Hierbei stellt sich im Wesentlichen heraus, dass in hohem Maße qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber einerseits Printmedien als probates Mittel zur erfolgreichen Stellensuche nutzen (s. Abb. 1) und andererseits die Online-Suche eine günstige Kosten-Nutzen-Alternative für Unternehmen zur Rekrutierung einer hohen Anzahl potenzieller Kandidaten darstellt – sofern nicht unmittelbar absolute Top-Management-Positionen zu besetzen sind (s. Abb. 2).

Abb. 1: Aufteilung Online/Print nach Qualität, Position Oberarzt der Pädiatrie (m/w)
Bei verhältnismäßig wenig Bewerbungen (Bewerbungsqualität-Kategorien: A=sehr gut, B=gut, C=ungeeignet) bleibt das Medium Print klarer Gewinner hinsichtlich der erfolgreichen Suche nach einem Spezialisten im Medizinsektor. Hier ist ein Printmedium der klare Gewinner, alle Online-Plattformen brachten nur eine Bewerbung.

Abb. 2: Aufteilung Online/Print nach Qualität, Position Leiter Vertrieb (m/w)
Zur erfolgreichen Besetzung einer Position wie dieser stellt der Online-Bereich einen hohen absoluten Anteil geeigneter Bewerbungen (A und B, 50 %) – bei einer gleich großen Menge an Bewerbungen der Kategorie C. Bei vergleichsweise geringem Kostenaufwand könnte es sich für ein Unternehmen demnach rentieren, Onlinemedien für die Suche zu wählen. Ausschlaggebend ist hier die Relation zwischen A-, B- und C-Bewerbern sowie dem damit verbundenen Zeit- und Kostenaufwand. Ist der Aufwand zum Selektieren der A-Bewerbungen aus der Gesamtzahl zu hoch, konterkarieren die niedrigen Online-Schaltungskosten die Kosten des Arbeitsaufwands. Bei Print verhält es sich genau andersherum. Hier dürfte die Entscheidung pro Online zu treffen sein.
Die Beispiele zeigen exemplarisch die umfangreichen Ergebnisse des MLTs – in der Gesamtbetrachtung sind die verzeichneten Rückläufe sowohl vom Medium als auch von der jeweiligen Zielgruppe abhängig. Eine Entscheidung pro Print oder pro Online ist vor allem erst dann zu treffen, wenn alle Rahmenbedingungen beachtet werden.
Westpress hatte schon im Jahre 2004 erstmalig einen Medialeistungstest durchgeführt. 2010 geben die erfahrenen Personalmarketing-Profis mit Sitz in Hamm (Nordrhein-Westfalen) ihren Kunden somit erneut eine Studie an die Hand, um die Personalsuche auf optimale Weise zu erleichtern und die Auswahl der Medien zu objektivieren.
Internetpräsenz der Westpress Werbeagentur: www.westpress.de
Beste Grüße
Marcus Reif
1. Juli 2010

Das war geschickt gemacht von Monster.de. Normalerweise kennt man die so genannte provokative Werbung in unserem Land von Sixt, die dafür bekannt sind, auf Entwicklungen des Zeitgeists direkt Bezug zu nehmen und dies in breitenorientierten Medien. Monster hat die gestrige 14. Bundesversammlung zum Anlass für eine kombinierte Werbung genommen, um Herrn Gauck mitzuteilen, dass er bei Monster einen Job bekommen hätte. Mir fiel diese Werbung gestern Abend auf Spiegel.de auf, ist auch heute noch online (siehe Screenshot).
Monster.de geht das gleiche Risiko mit der situativen Werbung ein, wie Sixt. Nämlich, dass diese Werbung polarisiert und somit neben den hinlänglich bekannten Streuverlusten noch einen Teil der Zielgruppe hat, der das aus ideellen, ideologischen oder kausalen Gründen für untragbare Werbung hält.
Beste Grüße
Marcus Reif
22. Mai 2010
Monster veröffentlicht monatlich den Monster-Employment-Index. Für April 2010 sieht dieser auf 13 Monate zurückblickende Index ein Wachstum der Online-Stellenausschreibung.
In der Pressemeldung von Monster steht:
Im April verzeichnet der deutsche Online-Stellenmarkt ein Plus von sechs Punkten und erreicht damit ein Ergebnis von 110 Punkten, so das Ergebnis des aktuellen Monster Employment Index. Der Vorjahresvergleich spricht ebenfalls für eine Verbesserung der Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage, hier liegt der Gesamtindex nur noch fünf Prozent unter dem Wert des vergangenen Jahres. Fast alle Sektoren verzeichnen im April einen Zuwachs an Online-Stellenangeboten. Land- und Forstwirtschaft verzeichnen das größte Wachstum im Vergleich zum Vormonat mit 13 Punkten (13 Prozent). Auch die Sektoren Transport und Logistik sowie die Produktion erzielen positive Wachstumsraten und steigen jeweils um zehn beziehungsweise 12 Punkte an. Die Berufsgruppen mit dem größten Plus an Online-Stellenangeboten sind im April Dienstleistungspersonal und Verkäufer (+10 Punkte) und Hilfsarbeitskräfte (+10 Punkte). Aber auch alle anderen Berufsgruppen können einen Zuwachs zum Vormonat verzeichnen. Bei der Betrachtung der Regionen erzielt Baden-Württemberg auch im April das größte Wachstum (+8 Punkte).

Anmerkung: Der Wert 100 präsentiert die durchschnittliche Zahl der Stellenangebote, die im Zeitraum Dezember 2004 – November 2005 erfasst wurden.
Wäre schön, wenn hier eine nachhaltige Entwicklung zu vermelden wäre.
Beste Grüße
Marcus Reif