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1. August 2009

Neuer Service für kurze URLs online – winzURL.de

Wer viel twittert oder bloggt, hat ziemlich oft Bedarf an einem Service, der aus langen URLs kurze macht. Ob tinyurl.com oder andere, gibt sehr viele Angebote. Hatte vor vier Jahren mal ein solches Skript bei mir unter http://url.reif.org implementiert, nutze das auch hin und wieder. Ist aber leider nicht so wahnsinnig performant und mit dem Namens-URI doch eher etwas sperrig. Aber für meinen Gebrauch passt das.

Habe auf webevangelisten.de einen tollen Service gefunden. Ein Skript mit dem Namen winzigURL. Habe mir eine Domain registriert winzurl.de, bei der ich PHP5 nutzen kann – schon ist der eigene Service geboren ;-) . Habe das auf meinem Paket bei 1&1 installiert. Gute Nachricht zuerst: funktioniert tadellos. Klickt mal auf http://winzurl.de

winzURL

Aber hier mehr zu dem eigentlichen Skript, siehe auch unter http://webevangelisten.de/winzigurl/

WinzigURL

Beim Microblogging geht es um jedes Zeichen. Bei 140 Zeichen pro Nachricht müssen URLs daher oft verkürzt werden. Diese kleine Applikation stellt einen Dienst bereit, der aus langen URLs Kurzformen auf dem eigenen Server erstellt. Vergleichbar mit bekannten Diensten wie etwa http://tinyurl.com/. Nur mit dem Vorteil, dass man seine eigene Domain nutzen kann! Wenn man diese Kurz-URLs aufruft, wird man zur hinterlegten URL weitergeleitet. Die Applikation kommt ohne mySQL-Server aus. Die Kurzformen werden als Text-Datei gespeichert.Voraussetzung ist ein eigener Apache-Server.

Hinweis: Es steht jedem frei, den Code zu verbessern und weiterzuverbreiten. Wenn Du Anmerkungen dazu hast, nutze bitte die Kommentarfunktion dieses Beitrags  und Deine Programmierkenntnisse. Wenn Dir der Code nicht gefällt, verbessere ihn und teile ihn mit der Gemeinschaft. Wir veröffentlichen die Software unter der General Public Licence (GPL).

Installation

Die Dateien .htaccess und winzigurl.php sollten im Hauptverzeichnis des Servers liegen.

In der Datei winzigurl.php müssen in den ersten Zeilen zwei Anpassungen gemacht werden welche dort beschrieben sind. Ebenso müssen in der Datei winzigurl/index.php zwei Anpassungen gemacht werden.

Anpassungen

Anpassungen in Design und Funktion sind erlaubt und gern gesehen. Hierzu am besten in der Datei /winzigurl/index.php arbeiten. Webevangelisten veröffentlichen diese Applikation unter der GNU General Public License  (GPL).

Enthaltene Dateien

Zur Applikation gehörten folgende Dateien:

  • .htaccess-Datei. Die leitet Anfragen an nicht vorhandene URLS an die Datei winzig.php weiter
  • winzig.php Diese nimmt Anfragen entgegen und leitet an die gespeicherte Langform weiter
  • /winzigurl/map.php Hier werden die Kurz- und Langformen der URLs abgespeichert
  • /winzigurl/index.php Die Oberfläche, mit der man Kurzformen erstellen kann
  • /winzigurl/core.php Beinhaltet die Funktionalität der Applikationwinzigurl

eigene Anpasungen

Worauf man noch achten sollte:

  • alle Dateien in einen Ordner ablegen (das Zip sieht einen Ordner vor sowie einen Unterordner, das führt zu Fehlern)
  • in der .htaccess noch den Zusatz AddType x-mapp-php5 .php einfügen, sonst kommt der Fehler “ist etwas Komisches passiert”, was natürlich wenig Infos zulässt, wo der Fehler liegen könnte

Passt aber, ist einfach zu installieren und anzupassen.

Beste Grüße

Marcus Reif

30. April 2009

Das Schwein hat Grippe!

Von einer Seuche ?ber die Epidemie nun zur Pandemie. Nat?rlich werden Nachrichten mit bedrohlichem oder skandal?sem Charakter bereitwillig aufgenommen und durch spektakul?re Entwicklungen garniert. Die W?rze von Nachrichten ist bei einigen Medien eng benachbart mit Panikmache, Apokalypse oder der gr??tm?glichen Verfehlung einzelner.

Das Schwein hat Grippe! Zuerst hatte das eine Schwein die Grippe in Mexiko. 40, dann 70, dann 150 und jetzt wird medial wieder abger?stet. 27 infizierte Menschen, sieben Verstorbene. Wie bedauerlich es doch ist, dass medizinisch relativ trivial zu beherrschende Viren doch zu sieben Todesf?llen f?hren k?nnen, zeigt, dass wir neben der Rezession auch noch andere Themen zu l?sen haben.

Aktuell sind wir auf Alarmstufe 5 von 6. Die Aufstockung auf 5 bedeutet, dass die ?bertragung von Mensch zu Mensch zur Ausbreitung in mindestens zwei L?ndern derselben Region gef?hrt hat, was mit den USA und Mexiko der Fall ist. Bei der h?chsten Alarmstufe 6 wird von einer weltweiten ?bertragungsgefahr – einer Pandemie – ausgegangen.

Der Erreger: Es handelt sich um ein Influenza-A-Virus mit der Bezeichnung A/H1N1, das sich von Mensch zu Mensch ?bertragen kann. Schweine gelten bei der Grippeausbreitung als besonders gef?hrlich, weil sich verschiedene Viren in ihnen gleich gut vermehren und auch mischen k?nnen. Ein H1N1-Virus war auch der Ausl?ser der Spanischen Grippe, die zwischen 1918 und 1920 weltweit mindestens 25 Millionen Menschen get?tet hat. Quelle: spiegel.de

Das Schwein hat Grippe! Die Wirtschaft ebenfalls!

Marcus Reif

10. März 2009

Wie hieß noch mal das große Konjunkturprogramm nach der “Great Depression”?

Ja, genau – 2. Weltkrieg! Habe mir auch erst mal verwundert die Augen gerieben, als ich den Beitrag im Weblog auf FAZ.NET gelesen habe. Der Feuilletonist Thomas Strobl schreibt das FAZ-Blog „Chaos as usual”. Dort ist heute zu lesen: Konjunkturprogramm Weltkrieg? Ein guter Beitrag, den man lesen muss! Insbesondere nicht mittendrin aufhören und anderen erzählen, ein Weltkrieg müsste her und ob die geschätzte Kanzlerin Merkel nicht mal schnell in Kenia einmarschieren sollte. Am Ende kommt der Philosoph Strobl zur alles entscheidenden Quintessenz:

Nietzsche bezeichnete den Krieg, wie eingangs erwähnt, als „unentbehrlich” für die nationale Revitalisierung – Ich bin zwar ein großer Fan von Nietzsche, aber in diesem Punkt halte ich es dann doch lieber mit Krugman.

Was dann letzten Endes doch heißen mag, dass Krugmans implizite Botschaft an die Politik lautet: habt die Einsicht, dass ihr JETZT handeln müsst.

Ob noch mehr Abwrackprämie – 420.000 Autokaufverträge sind bereits geschlossen, summa summarum sind also schon 70 % der Fördermittel weg, die eigentlich bis Jahresende halten sollten -, ob Abwrackprämie auf Mobiltelefone, Kühlschränke, Couchgarnituren oder Notebooks. Das widerspricht zwar John Maynard Keynes, aber wie schnell schmeißt man konservative Ideale über Bord, wenn ein Weltkrieg droht ;-)

Mich erfreut heute der DAX: 3.886,98 Punkte bei einem Plus von 5,28 %. Alles wird gut!

Marcus Reif

21. Februar 2009

Wie das Kaninchen vor der Schlange …

Kein Tag vergeht, an dem nicht weitere Horrormeldungen in den Medien zu vernehmen sind. Personalabbau hier, Insolvenz da. Von Schr?g- oder Schieflage ?ber Finanzmittelbedarf bis hin zu “negativem Wachstum”. Heute steht auf Spiegel online (Experten rechnen mit Massenentlassungen ab Sommer), dass Experten mit Massenentlassungen ab Sommer 2009 rechnen. Jeden Tag neue Schauergeschichten. Gestern meldete ein Traditionsautomobilhersteller (SAAB) Insolvenz an, heute hei?t es, OPEL m?sste dies in drei bis vier Monaten bereits tun.

Mir w?rde es mal gut gefallen, wenn wir diese selbsterf?llende Prophezeiung mal stoppen und ?ber die M?glichkeiten und Chancen sprechen. Was denn anderes sollen die Deutschen tun, als diesen Schreckensmeldungen zu glauben und abzuwarten, bis es auch sie trifft, wenn sich nichts ?ndert?

Die L?sung, jetzt noch gutes Geld dem bereits schlechten hinterherzuwerfen, ist ebenfalls keine optimale, in manchen Situation aber wichtig, um Zeit zu gewinnen. Bei dem Thema OPEL hat die Zeit eine wesentliche Erkenntnis gebracht. Im Falle einer Zahlungsunf?higkeit w?rden die Bundes- und Landesb?rgschaften direkt an General Motors nach Detroit gehen. Die Ursache der wirtschaftlichen Situation liegt dieses Mal weder bei OPEL, noch hier in Deutschland. Was also tun? Die Erkenntnis ist, OPEL muss – um langfristig eine Chance zu haben – von GM getrennt werden. Und dann ergeben die Bundes- und Landesb?rgschaften den Sinn, den sie urspr?nglich hatten (?berbr?ckung einer wirtschaftlich besonderen Phase). Somit w?re ein Problem gel?st. Continental, Schaeffler, Automobilzulieferer, BMW, Mercedes, Deutsche Bank, Commerzbank, eine Million Mittelst?ndler, unvorstellbar viele Einzel- und Gro?h?ndler, Serviceunternehmen und Beratungen warten auf ihre L?sung!

Die Situation ist sicherlich kaum vergleichbar. Die Rettungspakete (500 Mrd. EUR Sicherungsma?nahme f?r Kapitalm?rkte, Konjunkturpaket I und II, das Konjunkturaktivierungspaket der von Barack Obama regierten USA uvm.) konnten ihre Wirkung noch gar nicht beweisen. Bei der Medienpolitik aktuell wird es auch schwer. Denn, wer heute Angst hat, ?bermorgen keine Arbeit mehr zu haben, wird sich morgen nicht daf?r entscheiden, ein neues Auto zu kaufen!

Das ist der gef?hrliche Kreislauf der selbsterf?llende Prophezeiung! Wir sitzen wie ein Kaninchen vor der Schlange! Packen wir es an – nur wie?

Marcus Reif