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19. Januar 2009

Isch trete zurück

Die hessische Landtagswahl ist nun seit gestern Abend ausgezählt. Einige angenehme Überraschungen gibt es. Die liebe Astrid Wallmann hat den Wahlkreis Wiesbaden I gegen Herrn Roth gewonnen. Eine außerordentliche Leistung!

 

Die beiden Wahlkreise im Main-Taunus-Kreis (32 u. 33) gingen beide solide an die CDU. Mit Roland Koch und Axel Wintermeyer sind hier zwei sehr bekannte CDUler Garant für ein gutes Ergebnis und eine gute Politik.

 

In Flörsheim konnten wir 3,1 % zulegen. Das ist, unter Berücksichtigung der Umstände rund um den Flughafenausbau, der am Donnerstag vor der Wahl noch mal eine Öffentlichkeit erhielt, durch die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Kassel alle Eilanträge in toto abzulehnen, ein solides Ergebnis. Die SPD wurde mit -12,8 % sehr abgestraft. Der Verlust ist zwar im Landestrend, aber das Ergebnis von 18,9 % für die SPD ist dann doch deutlich unter dem Landesergebnis von 23,7 %.

 

Die Grünen sind bei der Landesstimme auf Platz 2 in Flörsheim mit einem Ergebnis über 20 %. Alle Achtung. Spricht ebenfalls für das Thema Flughafenausbau. Dass die FDP so stark zugelegt hat, resultiert sicherlich aus einer guten Arbeit, einem guten Wahlkampf und dem Trend des “gesplitteten Wählens” - Erststimme CDU, Zweitstimme FDP. Nicht zwingend eine Empfehlung für unseren Spitzenkandidaten. Aber Roland Koch weiß, dass er in der öffentlichen Meinung eher als unpopulär gilt. Trotzdem einer der talentiertesten Politiker Deutschlands!

 

Dass die Landes- und Fraktionsvorsitzende der SPD, Frau Ypsilanti, zurücktreten wird, wurde ja seit Dezember schon vermutet mit Wettquoten im uninteressanten Bereich. Aber um 18:15 Uhr dies zu tun, zeugt doch eher von “isch kanns net abwarten”, als von einem Entschluss aufgrund solider Hochrechnungen. Bei der ersten Hochrechnung schon den Bettel hinschmeißen hat auch einen Beigeschmack. Aber so ist das. Sie wird heute in den Zeitungen zitiert mit der Kernaussage, dass auch irgendwann wieder die Zeit kommt, wo ihre Politik “wieder die Herzen erobern” wird. So viel Realitätsferne hat man nur selten gesehen.

 

Detaillierte Ergebnisse finden der einzelnen Wahlbezirke gibt es unter: http://wahl.hr-online.de/home/index.html sowie unter http://www.floersheim-main.de/Landtagswahlen/index.html

An dieser Stelle möchte ich Ihnen allen, die sich für die CDU eingesetzt haben, ein großes Dankeschön aussprechen für ihren Einsatz, ihr Engagement und ihre Unterstützung. Ob es um Plakatierungen, Organisation von Veranstaltungen, Verteilung von Informationen, Diensten an Informationsständen oder unzählig weiteren Aktivitäten geht .

 

Und einen Kommentar aus einem Spiegel-Online-Artikel: “Feiern wir, dass uns die FDP den Arsch gerettet hat”.

 

Während noch am Samstag die ehemalige Landes- und Fraktionsvorsitzende Ypsilanti wörtlich im Kasino sagte: “Das Wahlprogramm ist und bleibt richtig”, verhält sich Herr Schäfer-Gümbel in der veröffentlichten Meinung zumindest einigermaßen an politisches Realitätsgebahren. Man kommt nicht umhin, festzustellen, dass Frau Ypsilanti nicht nur ein ausgemachtes Demokratiedefizit hat, sondern auch noch eine sehr getrübte Wahrnehmung. Selbst auf dem bis zum Mast unter Wasser stehenden Dampfer “SPD” wird noch die Parole der Hochseetüchtigkeit gebetet. Dies ist im Wesentlichen der Grund des schlechten Abschneidens in Hessen. Mit einem doch eher gemäßigten “TSG” wird die SPD sicherlich wieder eine wahrnehmbare Partei. Für die Demokratie unerlässlich! Ypsilantis Werk sind die 5,4 % der Linken!

 

Marcus Reif

14. Januar 2009

neue Umfrage: CDU und FDP liegen deutlich vorne

Da ist eine neue Umfrage ver?ffentlicht worden, wie man der Frankfurter Neuen Presse entnehmen kann.

Unter dem Artikel “CDU und FDP liegen deutlich vorne” steht: CDU und FDP k?nnen bei der Landtagswahl in Hessen am Sonntag mit einer komfortablen Mehrheit rechnen. Nach einer repr?sentativen Umfrage des Forsa-Instituts f?r die ?Frankfurter Rundschau? kommt Schwarz-Gelb zusammen auf eine Mehrheit von 56 Prozent. Nach den Zahlen w?rde die CDU 41 Prozent erhalten – gut vier Prozent mehr als im Januar 2008. Noch mehr w?rde die FDP zulegen, die 15 Prozent erzielen k?nnte (plus 5,6). Die SPD w?rde auf 24 Prozent abst?rzen (minus 12,7), die Gr?nen ihren Anteil auf 13 Prozent (plus 5,5) steigern. Die Linke w?rde mit vier Prozent (minus 1,1) nach nur einem Jahr wieder aus dem Landtag ausscheiden. Das ist doch mal ein Wort.

Allerdings gilt weiterhin: wir wollen nicht die Umfragen gewinnen, sondern die Wahlen! Jede Stimme ist wichtig. Im Januar 2008 gab es ein interessantes Rechenbeispiel. H?tten 15.000 W?hlerinnen und W?hler mehr ihre Stimme den Parteien CDU, SPD, FDP oder Gr?nen und nicht den Linken gegeben, g?be es diesen Begriff “Hessische Verh?ltnisse” nicht. ?brigens sicherlich ein Begriff mit Legenstatus! Bricht man das herunter – Hessen ist in 55 Wahlbezirke eingeteilt -, entspr?chen diese 15.000 Stimmen rund 273 Stimmen pro Wahlkreis. Jeder Statistiker wird mich schlagen, aber teile ich diese 15.000 Stimmen einfach mal durch die 426 St?dte und Gemeinden, komme ich auf 35 Stimmen. Und um die geht es letzten Endes!

Hier noch ein interessanter Artikel:

Zeit.de: Hessen SPD – Ypsilanti im Abseits

12. Januar 2009

Wahlkampf bei minus 13°C!

Wahlkampf bei minus 13°C!!!

Was tut man nicht alles für die gemeinsame Sache. Am Samstag, dem 10. Januar 2009, fanden insgesamt sechs Informationsstände der CDU in Flörsheim, Weilbach und Wicker statt. Mit insgesamt 40 Parteimitgliedern wurde dick eingepackt in warme Kleidung den Kunden von Bäckereien und Supermärkten Informationsmaterial an die Hand gegeben sowie die Möglichkeit, über aktuelle Themen direkt mit den Kommunalpolitikern vor Ort zu sprechen. Bei minus 13°C war das ein für alle Beteiligte bitterkaltes Unterfangen. Und trotzdem ist es sehr wohltuend zu sehen, welch enormen Einsatz alle bringen, damit am 18. Januar wieder stabile Verhältnisse mit verlässlicher Politk herrschen. 

Am Dienstag, dem 13. Januar, verteilt die CDU Mandarinen und Infomaterial am Flörsheimer Bahnhof, darauf folgt am Freitag, dem 16. Januar, der nächste Infostand am Wochenmarkt sowie am Samstag, dem 17. Januar, weitere sieben Infostände in Flörsheim, Weilbach und Wicker. Hier die Details:

Flörsheim Mitte, Kapellenstraße, Rewe-Markt
Flörsheim Mitte, Hauptstraße, Bäckerei Scherer
Flörsheim Mitte, Dalbergstraße, Plus-Markt
Flörsheim Mitte, Wickerer Straße, Norma-Markt
Weilbach, Frankfurter Straße, Bäckerei Remsperger
Wicker, Kirchgartenstraße, Tankstelle
Wicker, Taunusstraße, Bäckerei Volk

Denken Sie am Sonntag dran, wählen zu gehen! Jede Stimme ist wichtig!

Ihr Marcus Reif

7. Januar 2009

Politik ist schnelllebig (Linke mit Auflösungserscheinung, wer macht bei der SPD das Licht aus?)

Guten Morgen,

in Hessen ist unverkennbar Wahlzeit. Die Plakate hängen an jeder Laterne und werben für die Parteien. Sogar die Rechten habe ich gesehen, ärgerlich!

CDU Hessen im Wahlkampf

Aber was derzeit so an Personalthemen durch die Gazetten geht, ist wirklich spannend. Die hessische Linke erlärt öffentlich, dass ihre Mitgliederzahlen stark wachsen, in TV, Radio und Zeitung ist von Auflösungen ganzer Kreisverbände die Rede. Und dann geht der vormalige Spitzenkandidat Pit Metz noch von der Fahne (Spiegel online, 06.01.2009). Aber in einer öffentlichen Erklärung bekommt man suggeriert, dass “alles in Ordnung” ist. Naja, diese kommunistische Interpretation von “Unzulänglichkeiten” ist ja hinlänglich bekannt.

Bei der SPD in Hessen geht der Wahlkampfmanager schon vor Ende des Wahlkampfs. Der Generalsekretär Schmitt schmeißt die Brocken hin (Spiegel online, 04.01.2009), zwar erst beim nächsten Parteitag, aber da wären wir wieder mal beim politischen Unterschied zwischen Zeitpunkt und Aktion. Durch sein möglicherweise unbedachtes Vorpreschen mitten im Wahlkampf – noch 11 Tage - erweist er seiner Partei einen Bärendienst. Der so genannte Spitzenkandidat der hessischen Genossen, Thorsten Schäfer-Gümbel reagiert darauf konsterniert bis überrascht sehr genervt und verweist darauf, dass diese Personalie keine Auswirkungen auf den Wahlkampf hat und nach dem 18. Januar geregelt wird. Na, das ist auch eine Form der Interpretation. Wenn der Leiter und Manager des Wahlkampfs von der Fahne geht, muss das unweigerlich Auswirkungen haben. Der Generalsekretär ist doch nun nur noch eine lahme Ente.

Die Temperaturen verheißen nichts Gutes. Bei minus 10°C und gefühlt tieferen Graden Wahlkampf an Infoständen und Verteilaktionen zu machen, ist schon eine Tortur. Aber was tut man nicht alles für die eigene Überzeugung. Immerhin bekommt Hessen eine zweite Chance auf stabile Mehrheiten. Und es hat sich in den letzten Monaten einiges geändert. Die Welt steht vor einer wirtschaftlich-finanzpolitisch großen Herausforderungen. Viele machen sich Gedanken über ihre Arbeit, ihren Beruf und damit um ihre Existenz. Die veröffentlichte Meinung spiegelt ein sehr negatives Bild wider. Dort ist von der größten Rezession seit 19Blumenkohl zu lesen. Das alles führt natürlich auch dazu, dass Unternehmensführungen die Situation sehr vorsichtig einschätzen und versuchen, keine Fehler zu machen. Das kann man schon als Spirale betrachten, auch wenn es natürlich wünschenswert ist, dass die Fehler des Jahres 2001 in der damaligen Situation nicht wiederholt werden.

Also, am 18. Januar 2009 ist in Hessen Wahl! Gehen Sie hin!

Marcus Reif