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22. Dezember 2008

Blöde Idee des Tages: Zwangsanleihe für Reiche?

Was da von der hessischen SPD gefordert wird, schlägt jedem einigermaßen liberal orientierten Bürger den Zacken aus der Krone. Eine Zwangsanleihe wird von dem Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel gefordert (Spiegel online, 22.12.2008). Die Forderung konkret: Wohlhabende mit einem Geld- und Immobilienvermögen von mehr als 750 000 Euro sollten verpflichtet werden, dem Staat zwei Prozent ihres Vermögens für 15 Jahre zu leihen – und das zu einem Zinssatz von maximal 2,5 Prozent.

Nun kann man vortrefflich darüber diskutieren, was es für einen Eigenheimbesitzer bedeutet, wenn das bereits finanzierte Eigenheim im Wert von rund 400.000,- EUR sowie 350.000,- EUR in fest angelegten Aktienpaketen keinen Spielraum für schnelle Bereitsstellung flüssiger Mittel zulässt. Soll dann diese Person, die übrigens mit dem Spitzensteuersatz schon einen progressiv betrachtet überaus erheblich größeren Anteil am Steueraufkommen per se trägt, einen Kredit zu 7 % aufnehmen, um die von der SPD geforderten 15.000,- EUR zu 2,5 % Verzinsung aufzubringen? Das kann doch nicht wirklich logisch sein. Zur Info: Der Eingangssteuersatz betrug für das Jahr 2007 15 %, der höchste Steuersatz 45 %. Ergo sind Besserverdiener schon mit dem dreifachem Anteil am Steueraufkommen überproportional steuerlich belastet. Jetzt noch eine Zwangsanleihe zu fordern, schlägt dem Fass doch den Boden aus. Eine viel näher liegende Lösung, nämlich den Solidaritätszuschlag – Der Solidaritätszuschlag beträgt derzeit 5,5 % der Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer -hierfür zu verwenden, wird gar nicht diskutiert. Die Begründung liegt auch nahe. An einer steuerlichen Entlastung der Bundesbürger wird gar nicht gedacht. In Zeiten wie diesen werden nur Ideen diskutiert, die neue Töpfe für zusätzliche Einnahmen erschließen.

Und über all dem hängt der Vorwurf, dass Steuerprogression in den Augen vieler Volkswirtschaftler eine moderne Form des Raubs ist. Zweifelsohne ist dieser Vorschlag der Zwangsanleihe nichts anderes als eine neue Form der Enteignung.

Marcus Reif

7. Dezember 2008

Von Weihnachten zu X-Mas

Da X-mas 2008 quasi schon vor der T?r steht, ist es sp?testens seit Oktober h?chste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen – Weihnachts-roll-out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in time vorzubereiten.

Hinweis:
Die Kick-Off-Veranstaltung (fr?her 1. Advent) f?r die diesj?hrige SANCROS (Santa Claus Road Show) findet bereits am 30. November 2008 statt.
Daher wurde das offizielle come-together des Organizing Commitees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten. Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte to-do-Liste und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden.

Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederumden Service-Level erh?ht und au?erdem hilft, X-mas als Brandname global zu implementieren. Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global Christmas Markets (fr?her Knecht Ruprecht) die Ablauforganisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zust?ndigen private-Schenking-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units ?ber das Internet angeboten werden.

Die Service Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via conference call virtuell informiert und die core-competence vergeben.
Ein B?ndel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an geeigneter location sollen den Motivationslevel erh?hen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche corporate culture samt identity zu entwickeln.

Der Vorschlag, jedem Engel einen Coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgr?nden zun?chst gecancelled. Stattdessen wurde auf einer zus?tzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem testmarket als Pilotprojekt eine Hotline f?r kurzfristige Weihnachtsw?nsche einzurichten, um den added value f?r die Beschenkten zu erh?hen. Durch ein ausgekl?geltes Management Information System (MIST) ist auch benchmark-orientiertes Controlling f?r jedes private-Schenking-Center m?glich.

Nachdem ein neues Literaturkonzept und das Layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon das diesj?hrige Goldene Buch (Golden Book Release 2008.1) erstellt werden.
Es erscheint als Flyer, erg?nzt um ein Leaflet und einen Newsletter f?r das laufende Updating. Hochauflagige lowcost-giveaways dienen zudem als Teaser und flankierende Marketingma?nahmen. Ferner wurde durch intensives Brainstorming ein Konsens ?ber das Mission Statement gefunden. Es lautet: “Let s keep the candles burning” und ersetzt das bisherige “Frohe Weihnachten”.

X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des corporate redesigns. Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz, auch im Hinblick auf das Sharholder-value, und w?rdigte das know-how seiner Investor-Relation-Manager.

Also dann: Merry X-mas!!!